- Test - Varia
Was sonst interessant sein könnte ...
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«Allgemeine Arbeitspsychologie»
(Hogrefe-Verlag)
Dieser Band trägt dazu bei,
die Lücke zwischen den wachsenden grundlagenwis-senschaftlichen
Erkenntnisbeständen zur psychischen Tätigkeitsregulation und ihrer Nutzung
in der Praxis zu schliessen. Vollständigkeit der Aufgabe, Handlungs-spielraum,
Abwechslungsreichtum der Anforderungen und andere Konzepte der psychischen
Handlungsregulation sind seit 2012 Inhalte der »Leitlinie Beratung und
Überwachung bei psychischen Belastungen am Arbeitsplatz« der Gemein-samen
Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA). Dieser Band soll zu einem Um-gang
mit diesen und weiteren Konzepten befähigen. Das dargestellte Wissen ist
unerlässlich für Personen, die professionell das Bewältigen psychisch
regulierter Tätigkeiten analysieren, bewerten und gestalten wollen. Die 3.,
vollständig über-arbeitete Auflage des
eingeführten Lehrbuchs und Nachschlagewerks berück-sichtigt
die Veränderungen in der Arbeitswelt und in der Ausbildungsstruktur und
kombiniert eine Straffung im Detail mit dem Einarbeiten relevanter neuer
Erge-bnisse. Sie ist gedacht für Bachelor- und
Master-Studierende, Fachleute der Psy-chologie
sowie der Arbeitswissenschaft, der Arbeitsmedizin, der Ingenieurwis-senschaften
und der Berufs-/Arbeitspädagogik. Das Buch beschreibt die psych-ische
(routine-, wissens-, denk-, gefühlsgestützte) Regulation von Tätigkeiten der
Erwerbs- und Eigenarbeit als Grundlage ihrer Analyse, Bewertung und Ge-staltung.
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Das ideale Handbuch für Weltverbesserer!
«Plastik kommt mir nicht in die Tüte» von Dietmar Bitt-rich erschienen beim Cadeau Verlag
Die Deutschen und
Schweizer gelten als Weltmeister im Ökoeifer. Aber es geht noch besser!
Dietmar Bittrich zeigt, wie man Batterien vor der Benutzung korrekt entsorgt
oder Maden vom Rand der Biotonne sammelt, um eine klimaneutrale Mahlzeit zu
bereiten. Er lobt den Verzicht auf Streugut im Winter: Der Überalterung der
Bevölkerung wird so durch natürliche Auslese ein Ende gesetzt. Auch wer im
Einklang mit der Natur leben will, etwa mit Zecke, Milbe oder Röhrenqualle,
findet wertvollen Rat. Ein unverzichtbares Geschenk für alle Freunde des
unverfälschten Lebens. «Humor nicht entsorgen», meint Kulturonline.ch.
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Dank Papst Franziskus bei der Leserschaft
wieder gefragt.
Franz von Assisi: «Fioretti
– Gebete, Ordensregeln, Testament und Briefe» (Diogenes-Verlag)
Der neue Papst Franziskus hat mit seiner
Namenswahl die öffentliche Aufmerk-samkeit auf
einen der bekanntesten Heiligen gelenkt – Franz von Assisi! Aber wer war
dieser bescheidene Mann, der 1228 heiliggesprochen wurde? Die beste Ant-wort
darauf liefern seine eigenen Texte: Zahlreiche Gebete und Gesänge, da-runter
der berühmte «Sonnengesang».
Kulturonline.ch meint … Die Kapitel auf fast 250 Seiten sprechen für sich: Gebet und Preis, Ordensregeln, Testament, Briefe und Senschreiben sowie Fioretti (Die Blüm-lein). Ergänzt wird das neue Buch aus dem Diogenes-Verlag mit Anmerkungen zur Übersetzung und zum Verständnis der Werke, diese sind im Verstehen sehr nützlich. Manch ein Leser und Leserin dürfte deshalb das Buch zuerst hinten beginnen. Die Her-ausgeber haben mit diesem Buch ein weiteres Denkmal für diesen Heiligen geschaf-fen. Gerade in der heutigen schnell-lebigen Zeit sind solche Werke wie geistliche An-ker, Anker, die zum Nachdenken und Einfühlen einladen.
Die Bescheidenheit von Franz von Assisi …
… war selbst im Sterben beachtlich: «Als der Arzt ihn aufgab, dichtete er noch als Aus-klang des Sonnenhymnus den Preis des Todes. Dann wurde er nach der Portiuncula getragen, jener Stätte seiner Erwählung und seines ersten Aufbruchs in die Welt. Dort liess er sich das Evangelium der Passion vorlesen, legte sich nacht wie sein Herr am Kreuz, auf die nackte Erde, und nachdem er von einem Bruder wie ein Almosen einen fremden Rock angenommen, starb er. Es war der 3. Oktober 1226.» Eindrücklich sind die Gedanken und Gebete von Franz von Assisi. Dass diese Ausführungen wieder in neuer Buchform erscheinen und gelesen werden, verdient Anerkennung.
Aus dem Italienischen von Wolfram von den Steinen und
Max Kirschstein. Und heraus-gegeben
von Wolfram von den Steinen.
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Country-Pop made in Switzerland
Die „Enderlin Chicks“, sind Martina und Lucky
Enderlin, zwei quirlige, lebens-lustige
Schwestern, aufgewachsen auf einem abgelegenen Bauernhof im idylli-schen
Appenzell. Ihre musikalischen Wurzeln sind bei der Volksmusik, denn schon
als Kleinkinder standen sie mit ihrer Familie auf der Bühne. Die Ge-schwister
sorgten erstmals in der Sendung „Die grössten Schweizer Hits“ für Furore.
Damals präsentierten sie für‘s Schweizer Fernsehen die Lieder der
„Geschwister Schmid“. Ihre ganz grosse Liebe galt aber schon immer der
Country Musik, und so gehörten Songs von Johnny Cash, Dolly Parton, Keith
Urban, Miranda Lambert und vielen mehr, schon sehr früh zu ihrem Repertoire.
Jetzt ist das Debütalbum „All Kinds Of Beautiful“ bei Universal Music
erschienen: Ein Hitalbum!
Schon bald erfüllten sie sich ihren grossen
Wunsch, einer Reise in die USA. Nebst den bekannten Sehenswürdigkeiten, war
natürlich das Hauptziel Nashville – Home of Country Music. Täglich streiften
sie durch die Musikbars am Broadway, wo sie mit Begeisterung von
Solokünstlern bis Country Swing Bands ein breite Palette an Country Music,
hautnah und echt miterlebten.
Schnell Kontakte zu Sängern und Musikern
geknüpft
Durch ihre natürliche, offene Art knüpften sie
sehr schnell Kontakte zu Sängern und Musikern und wurden schon bald von
diesen auf die Bühne geholt, um bei ihnen mitzu-singen,
aber auch eigene Songs vorzutragen.
Die Gäste in den Bars hatten sie schnell für sich
gewonnen, vor allem wen sie zu ihrem berührenden Harmoniegesang ansetzten.
Dieses Glücksgefühl war für die beiden natürlich unbeschreiblich, sie
fühlten sich wie kleine Stars und ab jetzt gab’s kein Halten mehr - das ist
unsere Musik! Wieder zurück in der Schweiz, war inzwischen Universal Music
auf die Schwestern aufmerksam geworden, und nahm die beiden Talente unter
die Fittiche.
Englischer und moderner
Country-Sound
Von Anfang an war klar, die Songs werden englisch
gesungen und es soll moderner Country mit Pop-, Rock- und Folk-Elementen
sein. Dank wertvoller, direkter Kontakte zu Songschreibern aus der Nashville
Szene, kamen viele fantastische Songs zusammen und so wurde beschlossen, auf
Covers gänzlich zu verzichten. Songs die zu den Ge-schwistern
passen. Spass, Freude, Abenteuerlust, Erlebnis und Emotionen sind dabei
zentral. Und Songs die sich für Auftritte bestens eignen, denn Lucky und
Martina verstehen es bestens, das Publikum mit ihrem Gesang und der grossen
Lebensfreude anzustecken. Für die Produktion des Albums durften die Enderlin
Chicks wieder nach Nashville reisen. Das Debütalbum mit dem Titel „All Kinds
Of Beautiful“ wurde in drei legendären Studios „Ocean Way“, „Omnisound“ und
„Castle aufgenommen und pro-duziert. Ausgewählte
Top-Musiker aus der Country-Szene begleiteten dabei das Schwestern-Duo.
Kulturonline.ch meint: Das Endprodukt ist mitreissend!
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Eine junge
St. Galler Panflötistin erobert die musikalische (Ost-)Schweiz
Zauberhafte Klänge von der
Panflötistin Daniela Brunner
Wenn sie auf ihrer
grossen Panflöte beginnt zu spielen, wird es still im Raum,
Für ihre Auftritte hat Daniela Brunner, die aus einer bekannten Bauernfamilie stammt und herzhaft zupacken kann, ganz unterschiedliche, für jeden Anlass passende Kleider. Ein professioneller Auftritt ist für die St. Gallerin wichtig. Auf Wunsch studiert sie auch neue – von der Kundschaft gewünschte – Lieder ein. Sie braucht einfach die passenden Noten und einige Stunden, um das Stück einzuüben. «Zum Glück lerne ich die neuen Liednoten schnell», erklärt sie im Gespräch mit Kulturonline.ch und lacht dabei.
Von der
«markt-orientierten» Begeisterung zur Musik
bis zur Panflöte im Speziellen
Je nach Bedarf ist die gross gewachsene Daniela Brunner mit ihren Eltern am be-kannten Wochenend-Markt in der Wiler Altstadt anzutreffen, wo sie frische Blumen, Früchte und Gemüse oder feinen Honig verkauft. Sie liebt die Arbeit, die Kontakte zu den Kunden. Zu Hause geht sie öfters auch in den Stall, um zu helfen.
Musik ist jedoch – neben ihrem Studium – ihre grosse Passion. «Ich wählte die Panflöte als Instrument, weil mich diese Klänge faszinierten. Als ich damals als Kind eine Panflöte in der Kirche hörte, da war ich hin und weg, einfach so begeistert. Die Fortschritte in der Musikschule waren zu Beginn eher harzig. Ich muss gestehen, ich war nicht fleissig und konnte dann die Lieder nicht genügend gut spielen», gibt sich die junge Musikerin selbstkritisch und fügt bei: «Trotz-dem machte ich immer weiter; und als ich das erste Mal an einem Konzert solo spielen konnte, kriegte ich die Faszination für mein Instrument zurück. Ich durfte „Panträume“ von Edward Simoni spielen.»
«Mein bestes Instrument bereichert mein Leben. Mit der Panflöte lerne ich viele Menschen kennen, die ich sonst nicht treffen könnte», sagt Daniela Brunner.
«So begann ich meine
Panflöte zu lieben …»
Ihre Einstellung zur Panflöten-Musik und ihrem Verhalten als Panflötistin änderte sich dadurch radikal: «So begann ich meine Panflöte zu lieben, sie als mein bestes Instrument von meinem Eigentum anzusehen», beschreibt Daniela Brun-ner ihre Entwicklung und Leidenschaft zur Panflöte gegenüber Kulturonline.ch.
Ihr musikalisches Können und das flexible Engagement sowie ihre charmante Art haben sich schnell herumgesprochen. Heute wird sie gerne für unterschied-liche Events gebucht. Erst vor wenigen Tagen trat sie beispielsweise bei der gelungenen Buchpräsentation «Stolperstein Frau» von Werner Alex Walser in der modernen Stadtbibliothek im Hof zu Wil SG auf.
Kontakt und Buchungen Panflötistin
Daniela Brunner:
über Kulturonline, Tel. 071 910 08 00 oder E-Mail
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Richard Koechli – live, «still
howlin'» (
Nach seinem preisgekrönten Erfolgsbuch
«Masters of Blues Guitar» verblüffte der Schweizer Gitarrist & Songwriter
Richard Koechli Ende 2011 mit dem fantastischen RootsBlues-Album «Howlin'
with the bad boys»: 15 persönliche Songs zu Ehren der legendären Altmeister
des American Folk Blues; traditionsverbunden und zugleich leidenschaftlich
eigenständig, poetisch und musikalisch atemberaubend! Jetzt doppelt Koechli
– inzwischen zum zweiten Mal in Folge für den «Swiss Blues Award » nominiert
– kräftig nach, legt ein vor Spielfreude strotzendes neues Live-Album vor
und beweist damit eindrücklich: Auf der Konzertbühne läuft der Blues zur
Höchstform auf!
Richard Koechli arbeitet seit 23 Jahren als
professioneller Gitarrist auf der Bühne und im Studio mit unzähligen Grössen
wie Blues Max, Dänu Brüggemann, Reto Burrell, Yvonne Moore, Polo Hofer, Luke
Gasser, Jens Krüger, Jenny White, Nico Brina oder Doris Ackermann - und hat
sich in Deutschland wie in den USA als Autor erfolgreicher
Gitarren-Sachbücher einen Namen gemacht.
Ein feinfühligen und mehrsprachigen
Singer/Songwriter
Spätestens seit seinem Album «laid-back» (2008)
schätzt man den Luzerner auch als feinfühligen und mehrsprachigen
Singer/Songwriter, doch sein grösster Joker bleibt die Slide-Gitarre. Sein
geliebter «Bottleneck» ist denn auch das perfekte Bindeglied zum Blues, dem
er sich jetzt so kompromisslos wie nie zuvor hingibt: Sein aktuelles Buch
«Masters of Blues Guitar» (inzwischen in einer englischen Übersetzung auch
weltweit veröffentlicht) heimste den Deutschen Musikeditionspreis «Best
Edition 2011» ein, und mit seinen beiden neuesten CDs beweist der
renommierte Roots-Musiker in respektvoller und höchst authentischer Weise
seine Liebe zu den Wurzeln des Blues.
Urwüchsige Blues'n'Roots-Musik
Entweder solo, im Trio oder im intim-dynamischen
Zusammenspiel mit seinem langjährigen Quintett «Blue Roots Company»
präsentiert Koechli auf der Bühne urwüchsige Blues'n'Roots-Musik, singt mit
unaufdringlich brüchiger Stimme und entlockt seiner Gitarre
entrückt-eindringliche Töne (NZZ am Sonntag: «Er singt von der Hölle auf
Erden und spielt himmlische Soli!»).
14 Stücke aus vier verschiedenen Konzerten
haben's aufs neue Album «still howlin'» geschafft, mit einer Gesamtlänge von
über 79 Minuten! Es sind Songs aus seiner Platte «Howlin' with the bad boys»,
aber auch persönliche Interpretationen zeitloser Blues-Perlen von Fred
McDowell, Tampa Red, Bo Diddley oder Big Bill Broonzy – und dazu eine über
acht Minuten lange, unvergleichliche Version des J.J. Cale-Klassikers «After
Midnight». Die neue CD erscheint am 5. April 2013 und wird am 12. April 2013
in Luzern (La Fourmi, Anker) live getauft. Tags darauf, am 13. April, findet
die «Swiss Blues Award»-Night in Basel statt. Und die gute Nachricht:
Koechli ist dieses Jahr zum zweiten Mal nominiert!.
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Ein Leben für die Musik und die emotionale
Ehrlichkeit.
«Als wenn es gar nichts wäre – Aus meinem Leben»
Autobiographie von Klaus Hoffmann (Ullstein-Verlag)
Klaus Hoffmann ist einer der bekanntesten und
beliebtesten deutschen Liedermacher und Schauspieler. In diesem Buch erzählt
Klaus Hoffmann sein Leben. Seine Kindheit verbrachte Klaus Hoffmann im
Nachkriegsberlin, seine Jugend war geprägt von der 68er-Zeit. Die ersten
Schritte als Sänger wagte er in Berliner Szenekneipen.
Hoffmann stellte sich vors Publikum und begann zu
singen – als wenn es gar nichts wär. Für seine Rolle als Edgar Wibeau in der
Plenzdorf-Verfilmung «Die neuen Leiden des jungen W.» wurde Hoffmann
gefeiert.
Und doch ist immer die Musik …
…. seine grosse Leidenschaft geblieben. Klaus
Hoffmann erzählt von glücklichen und unglücklichen Lieben, von seiner engen
Freundschaft zu Reinhard Mey, von seiner Begeisterung für die Lieder von
Jacques Brel. Und er erzählt von der Suche nach den Spuren seines Vaters,
der schon früh verstarb. Ein Buch über das Sich-Finden, übers Verlieren,
Lieben, Verlieren und immer wieder von vorn.
Eindrücke von Kulturonline.ch
Offen und einfühlsam beschreibt Klaus Hoffmann
Szenen seines Lebens. «Unverhofft» geht er in die Tiefe seiner Eindrücke:
«Man vergisst eben nichts, gar nichts. Keine Stimme, kein Gesicht. Nicht die
Kindheit, nicht die Fragen, man gewöhnt sich nur daran», schreibt er im
Vorwort, welches mit dem 15. März 2012 datiert ist. In seiner Band spielt
übrigens der bekannte Schweizer Bassist Peter Keiser mit, der unter anderem
auch mit Gölä auftritt. Klaus Hoffmann ermöglicht mit diesem Buch, welches
auch als E-Book beim Ullstein-Verlag erschien, einen Blick hinter die
«menschlichen und künstlerischen Kulissen». Die tiefgründigen Aussagen in
seinen Liedtexten gewinnen dadurch noch an Bedeutung und Verständnis.
Prädikat: Wertvoll und lesenswert!
Mehr zu Klaus Hoffmann bei Kulturonline.ch
Zur Homepage von Klaus Hoffmann
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Neuheiten aus dem Hans Huber-Verlag: nützlich und hilfreich!
«Wir werden staunen, was das Gehirn so denkt!»
«Brain Bugs»: Alles über die erstaunlichen Denkfehler unseres Gehirns von Dean Buonomano
Wie uns unser Gehirn täglich
austrickst – und was wir dagegen tun können.
Mit seinen Billionen von neuronalen Verknüpfungen
ist das menschliche Gehirn das komplexeste und faszinierendste Organ in
unserem Körper. Und obwohl wir noch weit davon entfernt sind, die
Schaltpläne dieses Super-computers in unserem Kopf
komplett zu verstehen, lassen gerade seine Schwächen, die Bugs, interessante
Einblicke in die Funktionsweise unseres Gehirns zu.
Warum trügt uns unser Gedächtnis oft? Warum haben wir Schwierigkeiten, grosse
Beträge im Kopf zu addieren? Warum misstrauen wir Menschen, die uns nicht
gleichen? Und warum treffen wir so oft Entscheidungen, die eigentlich
komplett irrational sind?
Der Neurowissenschaftler Dean Buonomano zeigt anhand von eindrücklichen
Experimenten und neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung, woher diese Bugs
kommen und wie sie unser Leben immer wieder durcheinanderbringen können –
vor allem in unserer modernen, informationsgesättigten Welt. Gleichzeitig
macht Buonomano aber auch klar, wie erstaunlich stark unser Gehirn bei allen
Schwächen trotzdem ist.
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Eine eindrückliche Falldarstellung von Erwachsenen.
«WHO-Fallbuch zur ICD-10» - Psychische Verhaltens-störungen
Die vielen Gesichter psychischer Störungen – das internationale Fallbuch. Viel stärker als in der somatischen Medizin mit ihren vielen technischen Untersuchungen wird die Diagnose psychischer Störungen aus der Anamnese und der klinischen Beobachtung gestellt. Die Beschreibung der Erfahrungen, der Gefühle und des Verhaltens der erkrankten Person selbst ist entscheidend.
In diesem Buch werden 100 Fallgeschichten aus allen Regionen der Erde von
Experten im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation nach einheitlichem
Schema vorgestellt. Sie vermitteln ein farbiges kulturübergreifendes Bild
der heutigen globalen Psychiatrie und illustrieren Möglichkeiten der
Klassifikation psychischer Störungen anhand typischer Bilder.
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Im Gespräch bleiben, trotz schwierigen Begegnungen.
«Nur nicht den Verstand verlieren – Gute Kommunikation
trotz(t) Demenz» von Bernie McCarthy (Hans Huber-Verlag)
Nicht mehr wie gewohnt kommunizieren zu können kann
eine sehr frustrierende und schwer erträgliche Erfahrung für einen Menschen
mit Demenz, seine Familie und Pflegende sein. Zwischen Angehörigen und
Menschen mit einer Demenz droht ständig die Kluft des Nicht-Verstehens,
Sich-übereinander-Ärgerns und Verstummens zu wachsen. Mit Fortschreiten der
Erkrankung kann es für die betroffene Person immer schwieriger werden, sich
klar und verständlich auszudrücken und zu verstehen, was andere sagen.
Ausgehend von diesem person-zentrierten Ansatz beschreibt der Autor Methoden
der verbalen und nonverbalen Kommunikation mit Menschen, die nicht mehr
sprechen und sich nicht bewegen können. Ausserdem beschreibt er Strategien,
wie in besonderen Situationen angemessen kommuniziert werden kann, z.B. beim
Ankleiden, während den Mahlzeiten oder beim Ausgehen.
«Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer
Störungen» (Hans Huber-Verlag)
Ein wertvolles Nachschlagewerk.
Für die sechste Auflage wurde das Buch entsprechend
der German Modification (ICD-10-GM) 2012 des Deutschen Instituts für
Medizinische Datenverarbeitung und Information (DIMDI) überarbeitet und
ergänzt. Im Gesamtwerk der Internationalen Klassifikation der Krankheiten
(ICD) der WHO kommt den psychischen Störungen eine Sonderstellung zu. Der
«Taschenführer» enthält die diagnostischen Kriterien für die einzelnen
psychischen Störungen und Störungsgruppen in kommentierter Form. Nach einem
kurzen Einführungsabschnitt zu jeder Störung werden die für die Diagnose
relevanten Kriterien aufgeführt und mit Hinweisen zur Differenzial- und
Ausschlussdiagnostik ergänzt. Damit umfasst dieser Ansatz sowohl die
pragmatische Darstellung der Diagnosen entsprechend den
ICD-10-Forschungskriterien als auch, anstelle der ausführlicheren
diagnostischen Leitlinien, die kompakte Definition und Beschreibung der
einzelnen Störungen.
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«Machen Sie doch, was Sie wollen!» (Hans Huber-Verlag)
Wie ein Strudelwurm den Weg zu Zufriedenheit und mehr
findet.
Machen Sie eigentlich das, was Sie wollen? Wissen
Sie überhaupt, was Sie wollen? Falls nicht, sind Sie damit nicht allein.
Viele Menschen wissen nicht, was sie wollen. Und es ist auch gar nicht so
einfach herauszufinden, was man wirklich will. Oft werden unsere
Entscheidungen oder sogar ganze Lebensstile von dem bestimmt, was die
Eltern, die Freunde, die Medien oder der Zeitgeist einem «zuflüstern».
Überall lauern Lebensentwürfe, die wir nicht selbst erfunden haben und die
auch nicht zu uns passen. Manchmal sind diese Entwürfe nicht so schlecht,
einige haben sogar einen wahren Kern. Oft sind sie aber so falsch, dass sie
keinesfalls für uns infrage kommen. Und Tatsache ist: Nur wenn Sie wissen,
was Sie wollen und das auch tun, sind Sie zufrieden und frei! In diesem Buch
zeigt ein kleiner Wurm, wie Sie Ihr Leben so leben können, dass es zu Ihnen
passt.
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Das Mövenpick Hotel Makati soll im Jahr 2016 eröffnet werden.
Mövenpick Hotels & Resorts unterzeichnet für zwei neue Hotels in Vietnam und auf den Philippinen.
Zahl der in Bau befindlichen Hotels in Asien steigt damit auf 18 und bestätigt Expansionsstrategie in den Kernmärkten. Die internationale Hotelgruppe Mövenpick Hotels & Resorts setzt ihre ambitionierte globale Expansions-strategie mit besonderem Schwerpunkt auf Asien weiter fort: Zwei neue Hotels in Vietnam und auf den Philippinen werden künftig die Kollektion ergänzen.
Die neuen Anlagen sind das auffallend moderne neue Mövenpick Resort & Spa im vietnamesischen Quy Nhon sowie der hoch aufragende Turm des Mövenpick Hotel Makati in Makati City, Teil der Metropolregion Manila auf den Philippinen.
„Wir betreiben bereits sieben Hotels in Asien, darunter je zwei in Thailand und Vietnam, sowie je eines auf den Philippinen, in Indien und Singapur. Mit den beiden Neuzugängen steigt die Zahl der Hotels, die wir in Asien entwickeln, auf 18“, sagt Andreas Mattmüller, Chief Operating Officer Mövenpick Hotels & Resorts Middle East and Asia. „Unser Ziel ist es, im Jahr 2015 in der Region 25 Hotels zu betreiben.“
Diese Erweiterung unterstreicht die Strategie des Schweizer Hotelunter-nehmens, ein ausgewogenes Portfolio von rund einem Viertel an Betrieben in den vier Kernmärkten zu schaffen, in denen Mövenpick Hotels & Resorts präsent ist: Europa, Afrika, Naher Osten und Asien. Derzeit betreibt die Gruppe 72 Hotels und arbeitet an der Entwicklung weiterer 35 Projekte – von Paris bis Palawan auf den Philippinen.
Innovatives Design – umweltfreundlich umgesetzt am Strand von Vietnam
Das Mövenpick Resort & Spa Quy Nhon ist das dritte Hotel der Gruppe in Vietnam, neben den bereits bestehenden Standorten in Saigon und Hanoi. Beim Bau des neuen Resorts orientiert sich die Hotelgruppe an den höchsten Nachhaltigkeitsstandards mit eigener Windkraftanlage. Es liegt auf einem einsamen Felsen, von wo es einen Blick auf den Strand und die Korallenriffe des Südchinesischen Meeres bietet. Die Eröffnung ist für Ende 2015 geplant.
Den Gästen des Resorts werden 180 Zimmer zur Verfügung stehen: nicht nur im neunstöckigen Hauptgebäude, das durch sein innovatives zeitgenössisches Design auffällt, sondern auch in 52 individuellen Villen auf Felsen und Hügeln. Zum Resort gehören ausserdem ein Spa, ein 600 Quadratmeter grosser Ballsaal, Sitzungsräume, eine umfangreiche Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars, grosszügige Pools und tropische Gärten, Bootsanleger, Fitnessraum und sogar ein Hochzeitsstudio.
Über den Dächern der Stadt in der Metropolregion Manila
Das Mövenpick Hotel Makati soll im Jahr 2016 eröffnen. Nach dem Mövenpick Resort & Spa Cebu sowie dem Huma Island in der Region Palawan mit einer verblüffenden Kombination aus Öko-Abenteuer und Lifestyle, ist Makati der dritte Standort des Unternehmens auf den Philippinen.
Das Mövenpick Hotel Makati wird im Herzen von Makati City am angesagten Picar Place mit 304 Zimmer und Suiten sowie 250 privaten Wohneinheiten entstehen. Neben dem ganztägig geöffneten Restaurant mit 300 Plätzen wird das Hotel auch über ein chinesisches und ein japanisches Restaurant, einen Bankettraum auf dem Dach des Turms mit Panoramablick sowie eine Bar mit Entertainment-Lounge verfügen. Mit einem 1.200 Quadratmeter grossen Ballsaal und einer Reihe multifunktioneller Räume wird sich das Hotel als erste Adresse für grosse Veranstaltungen präsentieren.
„Die Ankündigung dieser zwei bedeutenden Management-Verträge kommt zu einer spannenden Zeit für Mövenpick Hotels & Resorts“, betont Andreas Mattmüller.
In diesem Jahr wird das Unternehmen zwei weitere Hotels eröffnen: zum einen das in Renovierung stehende Mövenpick Suriwongse Hotel Chiang Mai mit 286 Zimmern im Zentrum des legendären nächtlichen Basars in der thailändischen Stadt sowie das Mövenpick Huma Island, eine private Insel im Palawan-Archipel auf den Philippinen.
Über
Mövenpick Hotels & Resorts:
Mövenpick Hotels & Resorts ist eine internationale Hotelgruppe im ge-hobenen
Segment mit über 16’000 Mitarbeitern und betreibt 72 Hotels und Resorts in
24 Ländern. Über 30 weitere Projekte befinden sich in der Planung oder
Voreröffnung, darunter die diesjährigen Eröffnungen in Hurghada, Sharm El
Sheikh und Soma Bay (Ägypten), Chiang Mai und Koh Samui (Thailand), Palawan
(Philippinen), Dubai (VAE) und Paris (Frank-reich).
Die Unternehmensstrategie sieht die Expansion in den Kernmärkten Europa,
Afrika, im Nahen Osten und Asien vor. Mit Sitz in Zürich, ist Möven-pick
Hotels & Resorts auf Geschäfts- und Konferenzhotels sowie auf Resorts mit
individuellem Charakter spezialisiert. „Global denken - lokal handeln“ ist
das Leitmotiv für jedes Haus im Rahmen seiner gesellschaft-lichen
Verantwortung. Geprägt durch ihre Schweizer Wurzeln, steht die Hotelgruppe
für entgegenkommenden Service, kulinarische Genüsse und Respekt für die
Umwelt – verbunden mit einer persönlichen Note. Die Hotel-gruppe
ist im Besitz der Mövenpick Holding (66,7%) und der Kingdom Gruppe (33,3%).
Weitere Informationen finden Sie unter
www.moevenpick-hotels.com.
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Eine zauberhafte Gegend unweit der Schweiz - Touris-musregion
Baden-Württemberg – oder «Wir sind Süden»
Schloss
Heidelberg aus dem Innenbereich.
Spannende und wunderschöne Einblicke in
die Kultur-städte Heidelberg und Mannheim
Die Region
Baden-Württemberg ist für einen Abstecher aus der Schweiz für Familien und
Reiselustige attraktiv, besonders Heidelberg und Mannheim haben viel zu
bieten. Mit dem ICE-Zug ist man aus Zürich in 3 Stunden und 15 Minuten in
Mannheim, von dort in 30 bis 40 Minuten in Heidelberg. Die idyllische
Umgebung am Neckar, der hier den Odenwald hinter sich lässt und in die
Rheinebene fliesst, fasziniert durch das touristische, kulturelle und
kulinarische Angebot.
Links
www.heidelberg-marketing.de/content/
In der Universitätsstadt Heidelberg fühlt man sich schnell zu Hause. Gast-freundschaft wird gross geschrieben, dies spüren nicht nur die Studierenden, sondern auch die Touristen: Rund eine Million Touristen kommen jährlich nach Heidelberg, ein Ort mit 145'000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie rund 29'000 Studierenden! Uns begrüsst und begleitet die sympathische Gerda Orlob von der Auslandmarketing Europa-Abteilung von der Tourismus Marketing GmbH, die ihren Sitz in Stuttgart hat.
Ruhm dank
Kurfürst Ruprecht I. und anderen berühmten Söhnen
Die malerische Schlossruine thront über der Stadt, die über wunderschöne, enge Gassen verfügt und sich lieblich mit Bürgerhäusern präsentiert. Ruhmreich wurde die Stadt vor allem durch Kurfürst Ruprecht I., der die Universität gründete. Über 600 Jahre nach ihrer Gründung hat die Universität einen hervorragenden Ruf. Die engagierten Einheimischen, Studenten sowie Touristen sorgen für viel Leben und so gilt Heidelberg nicht als verschlafenes Städtchen deutscher Romantik, viel eher profitieren alle von einer bunten Kulturszene, die auch kulinarisch nicht zu kurz kommt.
Viele prominente Namen sind eng mit Heidelberg verbunden, so die Romantiker Ludwig Tieck, seine Freunde und Mitstreiter Clemens Brentano, Achim von Arnim, Joseph von Görres und Joseph von Eichendorf. Sogar das Geburtshaus von Reichspräsident Friedrich Eberts, er war das erste demokratische Staatsoberhaupt und einer der herausragenden Politiker in der deutschen Geschichte, befindet sich als Gedenkstätte in der Pfaffengasse.
Sehr beliebt sind die Heidelberger Schlossfestspiele, die durch ausgewählte und moderne Stücke auffallen. Wenn es das Wetter erlaubt, finden die Aufführungen im Schlosshof statt, ausgewählte Karten ermöglichen sonst das Spektakel im Königssaal. Kulturonline sah das eindrückliche Musical «Bob Dylan – The Times They Are A-Changin». Demnächst folgen zusätzliche Aufführungen in Mannheim.

Aktuell wird «Der
Studentenprinz» im Heidelberger Schlosshof dargeboten, der mit einer
herzergreifenden «heidelbergschen Liebesgeschichte» verbunden ist.
Vom
Deutschen Apothekenmuseum bis zum grössten Weinfass der Welt
Aus der Homepage von Heidelberg Tourismus erfahren wir mehr: «Im schönsten Bau des Schlosses, dem Ottheinrichsbau, ist das Deutsche Apothekenmuseum untergebracht. Diese europaweit umfangreichste Sammlung pharmaziehistorischer Exponate ist nur eines von über 30 Museen und Sammlungen. Das Spektrum reicht vom berühmten Riemenschneider-Altar des Kurpfälzischen Museums bis zur Prinzhorn Sammlung mit Werken von Psychiatrie-Patienten, von den Mumien des Ägyptologischen Museums bis zur Original-Zigarettenschachtel von der "Titanic" im Deutschen Verpackungsmuseum. Auf den Zellenwänden des Studentenkarzers wird die Burschenherrlichkeit des 19. Jahrhunderts lebendig. Kirchen und Klöster, Botanischer Garten, der Zoo, sowie ein wahrhaftiger Brückenaffe warten darauf entdeckt zu werden. Und niemand, der einen Spaziergang auf dem Philosophenweg gemacht hat, wird den Anblick vergessen, den Fluss, Stadt und Schloss von dort aus bieten.»
Das grösste Weinfass
der Welt, welches jemals (nämlich dreimal
!) gefüllt war.
An Hotels und speziellen Restaurants mangelt es nicht. Eines der originellsten Hotels mit Restaurant ist die Scheffel’s Kulturbrauerei Heidelberg an der Leyergasse 6. Aber auch die Studentenlokale wie «Schnookeloch» und «Zum Roten Ochsen», ist unweit von der Scheffel’s Kulturbrauerei um das Eck, sind besuchenswert.
Beim «Zum Roten Ochsen»
hängt sogar eine Schweizer Fahne ob dem Eingang, welche die langjährigen
Verbindungen zu den Eidgenossen signalisiert. «Unser Haus ist eines der
ältesten und traditionsreichsten Studentenlokale von Heidelberg. Das Lokal
wurde 1703 erbaut und ist nun seit 170 Jahren im Besitz unserer Familie
Spengel», erklärt uns Anne Spengel, die mit ihrem Ehemann Philipp Spengel
die Tradition fortführt, und das Lokal extra für uns öffnet und uns in den
Stuben herumführt.
Begegnungen mit
Geschichten und Menschen
Die 1,6 km lange
Hauptstrasse Heidelbergs wird als die längste Fussgänger-zone
Europas beschrieben. Eindrucksvoll soll auch der Weihnachtsmarkt von
Heidelberg sein. Die vielschichtige und lustige Stadtführerin Susanne Fiek
macht den Besuch auf ihre Art sehr unterhaltsam, sie weiss viel und kennt
unglaubliche Geschichten. Zudem ist sie sehr engagiert und gibt dem
kulturellen Leben von Heidelberg immer wieder attraktive Impulse und
Anregungen.
Mehrere Kirchen laden zur
Stille ein. Und die zahlreichen Läden mit vielen köstlichen Angeboten (siehe
auch die historische Weinstube «Schnitzelbank») werden gerne von den
Touristen für Mitbringsel besucht. Nicht verpassen sollte man deshalb die
Chocoladenmanufaktur & Chocolaterie Knösel an der Haspelgasse 16 bei der
Heiliggeistkirche. Hier gibt es den legendären «Heidelberger Studentenkuss».
Frau Knösel begrüsst uns Schweizer herzlichst im Laden und berichtet
sogleich von einem Münchwiler Liebespaar, welches durch diese Süssigkeit
jüngst zur Hochzeit fand und schliesslich für den Hochzeitstag für alle
Gäste per Mail den «Heidelberger Studentenkuss» bestellte. Dieses Mail soll
im Firmenmuseum der Knösels einen Ehrenplatz erhalten, sagt uns Frau Knösel
und überreicht uns einige «Küsse».
Hinten am Hang ist der berühmte «Philosophenweg» zu erkennen.
Durch Zufall wird unsere
Reisegruppe von Busfahrer D. (Anmerkung der Redaktion: Namen der Redaktion
bekannt) in einem Kleinbus gefahren. Im persönlichen Gespräch erfahren wir
von seiner Berufskarriere. Einst war er Bäcker- und Konditormeister, später
ging er zur Bundespolizei und gelangte so in jungen Jahren zur GSG9. Die
GSG9 wurde nach dem Geiseldrama der Olympischen
Spiele 1972 in München gegründet und ist ein Spezialverband der
Bundespolizei zur Bekämpfung des Terrorismus. D., der schon längst im
Ruhestand ist, erinnert sich noch gut an den Einsatz auch von Mogadischu:
«Wir wussten, dass wir bei diesem Einsatz sterben könnten. Aber wir wurden
auf diese Aktion vorbereitet und nachträglich psychologisch betreut.»
Mannheim –
elegant im Karree
Die Stadt Mannheim – an der
Mündung des Neckars gelegen – wurde durch zwei Epochen geprägt: Im 17. und
18. jahrhundert erhielt die Innenstadt ihren charakteristischen
schachbrettartigen Grundriss und den Beinamen «Stadt im Quadrat»; und 1907,
im Rahmen des 300-jährigen Stadtjubiläums, entschieden sich die Stadtväter,
eine neue Vorstadt anzulegen. Damals entstanden der Friedrichsplatz mit dem
Wasserturm als Wahrzeichen der Stadt, gleich gegenüber befindet sich das
Maritim Park Hotel, sowie das angrenzende Viertel, welches zu den schönsten
Jugendstilquartieren Deutschlands zählt.
Eine der grössten Residenzen
Europas ist das Barockschloss Mannheim, welches gleich nach Schloss
Versailles grosse architektonische Beachtung fand. Das monumentale
Barockschloss gehört mit seinem weiten Ehrenhof, einer Schaufront von über
400 Metern Länge und einer umbauten Fläche von sechs Hektar zu den grössten
Schlössern Europas. Damit wird die wichtige Stellung für die Gesellschaft
deutlich, die die Kurfürsten von der Pfalz im Heiligen Römischen Reich
Deutscher Nationen einnahmen.
Mannheim macht Kultur
Visnee Lips, die für
internationales Tourismusmarketing in Mannheim zuständig ist, bringt uns
Mannheim näher. Mannheims Museen, Festivals, Theater und Kunstgalerien
bieten eine einzigartige Vielfalt. Bei unserem Besuch machen wir einen
Abstecher ins «Museum Zeughaus» (REM/Curt-Engelhorn-Stiftung für de
Reiss-Engelhorn-Museen), ins «Zephyr – Raum für Fotografie» sowie in das
Landesmuseum für Technik und Arbeit, das «Technoseum».
Im «Museum Zeughaus» ist bis
8. Januar 2012 die Sonderausstellung «meister-haft
– von Cranach d. Ä. bis Kobell» zu bestaunen. Zahlreiche Meisterwerke können
mit aussergewöhnlichen Geschichten praktisch nebeneinander verglichen
werden. «Wer sich für Details in der Malerei interessiert, der kommt voll
auf seine Rechnung», bestätigt uns die Expertin Dr. Uta Coburger, die uns
versiert durch die Räume führt.
Praktisch um die Ecke ist
eine weitere und sehr ergreifende Sonderausstellung zu sehen: «Andrej
Krementschouk – Zone. Heimat. Tschernobyl». Thomas Schirmböck bringt uns mit
unglaublichen Geschichten die Erfahrungen und die Bilder des Fotografen
Andrej Krementschouk näher. Die Bilder haben tatsächlich eine beklemmende
Wirkung. Ein Eintrag im Gästebuch bringt es auf den Punkt: «Ich musste
weinen und bin meinen Freunden in die Arme gefallen.»
Viel technisch-spielerischen
Spass bietet das «Technoseum» an der Museums-strasse
1, welches etwas ausserhalb des Zentrums liegt. Hier kann man die Welt
schwerpunktmässig aus technischer Sicht auskundschaften, Papier schöpfen,
fast endlose Experimente durchführen oder ein Stück mit einer alten
Eisenbahn hin- und zurückfahren. Kulinarische Leckereien gibt es im «Techno-seum»
in der Arbeiterkneipe, die sich neben mehrflächigen Ausstellungs-objekten
befindet. Ein Besucher bemerkte dazu: «Vergangenes wird hier wieder
lebendig. Schon alleine gewisse Gerüche, familiäre Gebrauchsgegen-stände
oder Bilder wecken frühere Erinnerungen.»
Uns wird bewusst, Heidelberg
und Mannheim sowie das Bundesland Baden-Württemberg muss man öfters oder
länger besuchen. Eine Reise sind diese Destinationen allemal wert.
Links
www.heidelberg-marketing.de/content/
www.heidelberger-kulturbrauerei.de
www.heidelberger-schlossfestspiele.de
www.schnitzelbank-heidelberg.de
Blick zum Maritim Park Hotel in Mannheim.
www.maritim.de/de/hotels/deutschland/parkhotel-mannheim
http://de.wikipedia.org/wiki/The_Student_Prince
http://de.wikipedia.org/wiki/GSG_9_der_Bundespolizei
http://www.sondereinheiten.de/einheiten/gsg-9/
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ZUR ERINNERUNG AN DIE GRAUENHAFTE NACHT VOM 1./2. JULI 2002 ...
Das ist keine «Kultur» ...
Die Gedenktafel mit Blick zum Autoparkplatz. (c) Fotos: ROPO/MuA
Flugzeug-Absturzstelle von Überlingen als perverses
Liebesnest
Entsetzte
Besucherin bei der Gedenkstätte «Die zerrissene Perlenkette». Rechts hinten
der Autoparkplatz.
Eine unglaubliche Verschandelung kurz vor dem
10-Jahr-Jubiläum der «schrecklichen Nacht von Überlingen»! Die Gedenkstätte
vom Flugzeug-Absturz in Owingen bei Überlingen/Deutschland hat scheinbar auf
Liebende einen speziellen, eher abartigen Kick.
Gleich neben dem Gedenkplatz «Die zerrissene
Perlenkette», der an den Tod von 71 Menschen, darunter 49 Schulkinder,
erinnert, befindet sich der Autoparkplatz für die Besuchenden. Dort treiben
es Liebespaare in nächtlicher Abgeschiedenheit und hinterlassen ihre Spuren
… - benutzte Kondome, verschmierte Taschentücher und süsse
Zwischenverpflegung. «Ich bin entsetzt, dass diese eindrückliche und
traurige Gedenkstätte so missbraucht wird», sagt die Besucherin Helena H.
(Name der Redaktion bekannt).
Wo 71 Menschen, darunter 49 Schulkinder,
starben … Kondome, Abwischtaschentücher und Zwischenverpflegung liegen
zerstreut am Boden.
Die Augenblicke des Schreckens
In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli 2002, um
23:38 Uhr, kollidierte auf 35'000 Fuss (ca. 12 km) Höhe eine
Passagiermaschine, eine russische Tupolev 154, aus Ufa, Baschkortostan,
kommend, unweit von Brachenreuthe über dem Hofgut Lugenhof (Owingen), mit
der aus Italien heran fliegenden Frachtmaschine, eine Boeing 757. Während
das Flugzeug mit 49 Kindern an Bord hier abstürzte, zerschellte die
DHL-Maschine etwa 15 km weiter entfernt bei Taisersdorf.
1'100 Einsatzkräfte von Blaulicht- und
Hilforganisationen vor Ort
In den folgenden Tagen waren rund 1'100
Einsatzkräfte aus verschiedenen Blaulicht- und Hilforganisationen wie
Feuerwehr, THW, DRK, ASB, JUH, DRk-SEG, DLRG, SAR-Helikopter,
Kranunternehmen, Transportunternehmen, Polizei, Zoll, BGS, WaSchu-polizei,
Seelsorger vor Ort. «Wie durch ein Wunder», so heisst es weiter auf der
Gedenktafel, «kam am Boden niemand und nichts zu nennenswertem Schaden.»
Der Einsatz endet für die Rettungs- und Bergungskräfte am 8. Juli 2002. Auslöser der Katastrophe war ein Zusammenspiel verschiedener unglücklicher Faktoren und Fehlern bei der für den süddeutschen Luftraum zuständigen Flugsicherungsgesellschaft Sky-guide in Zürich.
Bericht der Feuerwehr Owingen vom Unglück

Zerrissene Verbindungsseile in der «Perlenkette der Menschen».
FLUG IN DIE NACHT - DAS UNGLÜCK VON ÜBERLINGEN (PräsensFilm):
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«Jedes neue Buch ist eine
Expedition ins Niemandsland»- eine Begegnung mit Schriftsteller Martin
Walser zum 85. Geburtstag am 24. März 2012
Ein Leben lang viel geschrieben.
Schriftsteller Martin Walser im Gespräch mit Kultur-online.ch in
Überlingen-Nussdorf/Deutschland.
«Geliebt werden heisst
leben»
Über Jahre galt der bekannte und
kritische deutsche Schriftsteller Dr. Martin Walser als Chronist der
Bedrückten und Gedemütigten. Seit dem Roman «Muttersohn» wirkt er
zuversichtlicher. Am 24. März 2012 wird er 85 Jahre jung. Aufhören zu
Schreiben ist für ihn kein Thema. Martin Walser über sein Leben, über das
Älterwerden und über seinen verstorbenen Thurgauer-Freund Ernst Mühlemann.
Idyllisch nah am Bodensee in Überlingen-Nussdorf gelegen, steht das Haus von Martin Walser. Mehrstöckig. Walser’s Tochter Johanna, sie reiht sich selber – gemeinsam mit den anderen kulturschaffenden Geschwistern – als eine talentierte Schriftstellerin ein, begrüsst uns schüchtern. Zwei Hunde, darunter ein Appenzeller Bläss namens Bruno, heissen uns ihrerseits wedelnd und bellend willkommen. «Ich bin die Johanna» sagt sie und führt uns zum Hintereingang, dort durch den Gang in einen Raum, einer Küche ähnlich, dann die schmale Treppen hoch. Sie geht voraus und öffnet den hellen Arbeitsraum des Vaters und kündigt uns an. Freudige Begrüssung und Aufforderung bei der Sitzgarnitur Platz zu nehmen, wo Kaffee, hausgemachter Kuchen von Käthe, Walsers Ehefrau, und Mineralwasser bereits auf uns warten.
In diesen Tagen ist im
Rowohlt-Verlag das neuste Buch «Über Rechtfertigung – eine Versuchung»
erschienen. Rechtfertigung ist eine Gewissenserkundung und Suche, eine
Annäherung an Vorbilder und Vordenker zu denen Sie auch gehören. Ist dieses
neue Werk eine Rechtfertigung für Ihr Leben und für Ihr Schaffen, passend
zum 85. Geburtstag?
«Natürlich nicht, hoffe ich. Es hat sich so ergeben. Man weiss ja nie Bescheid über die Gründe in sich, warum etwas entsteht. In den letzten Jahren habe ich den Roman „Muttersohn“ geschrieben, dabei ist wohl ein anderer Ton entstanden als in meinen früheren Büchern. Ich kam weg vom gesellschaftlich-politischen Thema, mehr hin zum Dasein. Ein Thema war das Wort „Glauben“, welches in mehreren Figuren vorgekommen ist. Dadurch bin ich im Bereich „Glauben“ hängengeblieben. Ich habe viel, auch schon früher, vom Schweizer Theologen Karl Barth (Römerbrief) gelesen. Immer mehr habe ich mich in der Folge mit der Rechtfertigung auseinandergesetzt, was zum neuen Buch führte.»
Schriftsteller Martin Walser ist ein Papier-Mensch: «Seine Werke als E-Book sind Sache der Verlage».
85 Jahre jung. Hätten Sie je
gedacht, dass Sie so alt werden und über die Jahre immer noch so gefragt
sind – trotz ihren Sorgen, Nöten und Schlagzeilen im «Haifischbecken» der
deutschen Literatur und der Gesellschaft?
«Jeder macht so seine Erfahrungen mit dem Alter … 40, 50, 60 … - positive und negative. Ich habe mich jedoch nur auf die Frage konzentriert, wie lange ich arbeiten kann. Dann machte ich die Erfahrung mit 65, 70, dass ich plötzlich Sachen schrieb, die ich vorher nie hätte schreiben können. Mit dieser Entwicklung war ich einverstanden. So lange dies so weiter geht, interessiert mich die Frage nach dem Alter und Älterwerden nicht. Als älter werdender Mensch kann man sich mit einem Haus vergleichen, manchmal ist das Gerüst wichtiger als das Haus. Auf viele Dinge muss man neu aufpassen, sich anders organisieren. Aber das Schreiben selber findet statt wie immer. Es ist genau so interessant wie vor Jahrzehnten, auch wenn jetzt was ganz anderes dabei heraus kommt als damals. Ich schreibe nicht für andere Personen, für Lesende, die ich gar nicht kenne. Da bin ich nicht alleine. Ich schreibe für mich, veröffentliche die Texte und hoffe, dass es Leute gibt, die sich für diese Themen interessieren. Ich habe keine Zielgruppe. In der Schriftstellerei ist dies – jedenfalls für mich – unvorstellbar. Ich weiss nicht, ob ich weiter schreiben könnte, wenn ich keine Leser hätte, ich hoffe ja. Sicher bin ich nicht. Natürlich ist es unglaublich wohltuend und schön, dies ist eine wichtige, lebenserhaltende Bedingung für den Autor, wenn man Briefe von den Lesenden bekommt, die ihre ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen widerspiegeln.»
Martin Walser, Sie hatten auch
Sorgen und Existenzängste …
«Die habe ich immer, diese Ängste laufen mit, die hören nie auf. Inzwischen habe ich natürlich darüber nachdenken müssen, warum hört die Existenzangst – ein gewaltiges Wort – nicht auf. Ich vermute, dass dies mit der Kindheit zu tun hat. Wenn man in einer Familie aufgewachsen ist, die wirtschaftlich gefährdet war, wenn man die Angst realisiert, die die Eltern vor dem Gerichtsvollzieher haben … Ich glaube, das prägt, man wird dann nie mehr ganz sicher. Rein rational oder rechnerisch müsste ich mir heute sagen, eigentlich müsste es jetzt reichen bis zum Schluss. Aber ich glaube nicht daran. Ich denke immer noch an eine bevorstehen könnende Not. Gut, es war immer eine Existenzbedingung, alle diese Umstände haben uns irgendwie am Leben erhalten. Sicherheit für einen Autor gibt es überhaupt nicht, weder wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich. Jedes neue Buch ist eine Expedition ins Niemandsland. Man erlebt Überraschungen, die man nicht für möglich gehalten hat, andererseits ist dies reizvoll. Eine solche unerwartete sympathische Reaktion gab es nach dem Erscheinen von «Muttersohn» von der Leserschaft und Kritikern. Wunderbare, herzliche Zurufe waren das.»
Woran glaubt Martin Walser?
«Man hat keine Meinung über den Glauben. Der Glauben ist nichts Positives, nichts Fixierbares, nicht einmal Abrufbares. Glauben kann man nicht tagein und tagaus ein- und ausschalten. Glauben ist eine hochkomplizierte Lebensbewegung. Lesen Sie Karl Barth zu diesem Thema. Von ihm habe ich einiges gelernt. Dies konnte ich erst, da ich schon vorher zehn Jahre lang vom dänischen Philosophen, Theologen und Schriftsteller Søren Kierkegaard, dem anderen grossen Wortmensch in Glaubensfragen, gelesen habe. Sie sehen, die Frage nach dem Glauben ist nicht einfach zu erklären.»
Sie leben in Überlingen. Dieser
Ort wurde bekannt durch den Absturz zweier Flugzeuge. Diese Tragödie jährt
sich im 2012 zum zehnten Mal. Haben Sie damals etwas von diesem Drama
realisiert? War das nie ein Thema für einen Roman?
(Anmerkung der Redaktion:
Das Flugzeugunglück von Überlingen am 1./2. Juli
2002 kostete 71 Menschen (davon 49 Schulkinder) das Leben. Über dem Nordufer
des Bodensees kollidierte eine Boeing-Frachtmaschine des Paketdienstes DHL
mit einem russischen Tupolew-Passagierflugzeug der Bashkirian Airlines.
Auslöser der Katastrophe war ein
Zusammenspiel verschiedener unglücklicher Faktoren und Fehlern bei der für
den süddeutschen Luftraum zuständigen Flugsicherungsgesellschaft Skyguide in
Zürich.)
«Ich weiss nicht was ich für ein Schriftsteller sein müsste, für den dieses traurige Ereignis ein Thema sein könnte. Diese Nacht war sehr laut, sehr erschreckend, sehr rätselhaft. Es mag sein, dass es Schriftsteller gibt, für die es eine Erfahrung war, welche sie zum Schreiben antreibt. Für mich ist das keine Erfahrung, es ist ein vorübergehender Zustand, der niemals bei mir einen Roman verlangt. Das ist ein anderes Metier. Für mich geht diese Frage in Richtung „Fernsehspiel“, da gehört dieses Ereignis und die Verarbeitung hin.»
Hat sich Ihre Beziehung zur
eigenen Familie im Alter verändert? Wir haben von Existenzangst gesprochen,
eigentlich sind Sie ein mutiger Widder..
«Um Kinder in die Welt zu setzen, dazu braucht es keinen Mut. Da geht es mir wohl wie vielen anderen Leuten. Das klingt so als ob es einen souveränen Plan … - jetzt will ich ein Kind. Kinder sind unwillkürliche Ergebnisse des Zusammenlebens, die nimmt man in Kauf, lernt sie lieben und wird mit ihnen älter und kann natürlich dann irgendwann feststellen, dass nichts Wichtigeres passiert ist als daß diese Kinder zur Welt gekommen sind. Das merkt man im Laufe des Lebens. Das Kennenlernen der Kinder ist der intensivste Kurs, den man mitmachen kann auf dem Weg zum Menschsein.»
Was gaben Sie Ihren Töchtern
Franziska, Alissa, Theresia und Johanna mit auf den Lebensweg?
«Es hat niemals von mir aus einen Versuch gegeben, ein Kind zum Lesen zu bringen, statt zu Schwimmen, Fussball zu spielen oder Fern zu sehen. Ich habe mich allerdings dafür interessiert, wenn ich abends zu den Kindern in ihr Zimmer gekommen bin, jedes Kind hatte ein eigenes Zimmer gehabt, und sie haben gelesen, dann habe ich mich dafür interessiert, was sie lesen. Und das war immer sehr, sehr verschieden. Die eine Tochter hat Gedichte von Erich Fried gelesen, die andere hat Hesse kreuz und quer gelesen, die dritte hat aktuell politische Literatur gelesen und so weiter. Diese Beobachtungen habe ich zur Kenntnis genommen. Einmal in einem familiären Abendgespräch hat eine Tochter so ihre Ansicht formuliert, da musste ich sagen, du schreibst, so formuliert man nicht, so sagt man es nicht, wenn man nicht schreibt. Sie hat das dann zu gegeben. Es war die Johanna. Sie hat mir anschliessend ihre Tagebücher überreicht und die waren faszinierend. Also, die hatten eine sprachliche Feinheit und eine existenzielle Intensität, da empfahl ich diese auch mit der Schreibmaschine abzuschreiben. So sind vier Bücher von ihr entstanden. Bei der Alissa war es irgendwie anders und im Grund genommen auch wieder nicht. Theresia hat zuvor alles andere ausprobiert, vor allem gesungen, vom Singen dann in die Schauspielerei (in Bern), später hatte sie ein erstes Engagement in Göttingen. Sie hat mir von dort ein Manuskript für das Programmheft von „Die Zofen“ von Jean Genet gesandt, welche sie geschrieben hat. Der Artikel war so fantastisch, ich habe nur gestaunt. Da wusste ich, die kann wirklich gut schreiben. Dann schrieb sie Theaterstücke, eines nach dem anderen. Meine Töchter haben sich so selber entwickelt und selber gefunden. Jede machte ihren passenden Weg.»
Sie und Ihre Ehefrau sind
gemeinsam älter geworden. Kann man als Ehepaar in unserer Zeit zufrieden und
hoffnungsvoll älter werden?
«Unser Älterwerden kann man in romanhafter Form in meinen Büchern nachlesen. Natürlich ist es ein Problem älter zu werden. Es ist eine tiefer gehende Frage, ob man mit den Schwierigkeiten des Älterwerdens nur Schwierigkeiten hat oder ob sie produktiv werden. Ich muss sagen, meine Schwierigkeiten des Älterwerdens führen dann zum Schreiben. Und wenn man schreibt führt es zu etwas Schönerem als es in Wirklichkeit ist.»
Sie sind ein Kämpfertyp, der sich
gerne mit seinen Widersachern, mit heiklen Themen auseinander setzt. Hat
sich mit dem Älterwerden auch mehr Gelassenheit, Geduld und Vergebung
spürbar gemacht?
«Ich kann mich nicht gut selber beobachten. Es fällt mir schwer mich und mein Verhalten zu diesen Stichwörtern über die Jahrzehnte zu analysieren. Allerdings stelle ich fest, dass ich rascher nervös reagiere als vor 20 Jahren. Das kann damit zu tun haben, dass tatsächlich die Nerven empfindlicher werden. Gelassener, ruhiger, geduldiger oder friedlicher bin ich nicht geworden, das gelingt mir einfach nicht.»
Alles von Hand geschrieben. Martin Walser schreibt fast täglich. Seine Ehefrau Käthe tippt dann das Geschriebene in den PC. (c) Fotos: ROPO/MuA
Sie gelten als Chronist der
Bedrückten und Gedemütigten. In «Muttersohn» (erschienen 2011) zeigen Sie
sich voller Zuversicht …
«Ja, dagegen kann ich nichts sagen, es wird schon so sein. Ich war selber überrascht, dass dieses Werk und die Figur Percy so hell und unbeschwert gelangen. Es war für mich eine schöne Schreib-Erfahrung, einmal mit einer ungequälten Figur, ohne Mittelstandsprobleme und ohne Midlife Crisis einen Menschen auf dem Papier entwickeln zu dürfen.» (Pause, denkt nach …).»
Eigentlich wollen Sie ja geliebt,
geschätzt und respektiert werden. Haben Sie diese Erfüllung gefunden?
«Ich hoffe doch, das wollen doch alle Leute. Ich möchte mich nur auf das Geliebt-Sein konzentrieren, das reicht, es ist unabhängig vom Alter. Das Geschätzt-Sein und das Respektiert-Sein will ich weglassen. Geliebt werden heisst leben und ohne geliebt zu werden, ich weiss nicht was das für ein Dämmerzustand sein soll.»
Durch die Finanz- und
Wirtschaftskrise hat die Kunst und das Kunsthandwerk sowie die
Schriftstellerei künftig wohl schwierige Zeiten vor sich. Lohnt es sich in
dieser Zeit Schriftsteller zu sein? Ein
Beispiel, ich zitiere. Die bekannte Schweizer Schriftstellerin Milena
Moser sagte: «An meinem letzten Buch habe ich 43'400 Franken verdient. Das
ist aussergewöhnlich viel. Für ein Buch. Für die drei Jahre Arbeit, die
dahinterstecken, eher wenig. Quelle: Tagblatt, 18.2.12»
«Ja, solche Rechnungen gibt es andauernd, das war früher nicht anders. Ich habe instinktiv und realistisch betrachtet mein Schreiben verdient durch andere Tätigkeiten. Am Anfang beim Radio, dann beim Fernsehen, denn ich wollte nie vom Schreiben – und von dem was es abwirft – abhängig sein. Davor hatte ich immer eine Art Angst. Deswegen habe ich auch nie in meinem Leben Vorschüsse von Verlagshäusern angenommen. Jahrelang habe ich gearbeitet ohne wirklich vom Schreiben leben zu können. Wenn ich es ganz hart sage, konnte ich erst von meinem 50. Lebensjahr an davon leben. Damals schrieb ich die Novelle „Ein fliehende Pferd“ (1978) und plötzlich habe viele Leute diese gelesen und ich habe Geld verdient. Gut, ich will nicht ungerecht sein. Schon in den 60er Jahren, als ich noch beim Radio und Fernsehen nebenher gearbeitet habe, schrieb ich Theaterstücke, die häufig aufgeführt wurden. Ich denke, es hat sich bis heute nicht verändert, dass man schon damals mit Theaterstücken leichter Geld verdiente als mit dem Schreiben von Romanen. Ich sage immer, dieses Haus, wo wir jetzt wohnen, sollte eigentlich Villa „Zimmerschlacht“ heissen, so hiess ein Stück von mir, welches sehr oft gespielt wurde und das Geld für die Zinsen einbrachte. Das gehört aber auch zur Unschuld des Schreibens, dass man es nicht tun kann, um Geld zu verdienen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich versucht habe etwas zu Schreiben um Geld zu verdienen, ich habe das zweimal gemacht, dann ging es immer daneben.»
Wie sehen Sie es, Martin Walser,
gehört die Zukunft den E-Books?
«Keine Ahnung. Da darf ich nun sagen, dass mich das nichts mehr angeht. Ich werde selber beim Papier bleiben, selbst wenn ich bei den Verträgen der Verlage solche Abmachungen unterschreibe, praktisch interessiert es mich nicht.»
Ihnen sind Freundschaften
wichtig. Wie gewinnen Sie noch heute Freunde im Alter?
«Wirklich gute Freunde im Leben zu finden war schon immer schwer, ganz unabhängig vom Alter. Das merkt man daran, man hat Freunde gehabt und hat sie dann plötzlich nicht mehr.»
Eine Freundschaft pflegten Sie
zum verstorbenen Thurgauer Ex-Nationalrat Ernst Mühlemann. Wie haben Sie
sich gefunden und was bedeutete Ihnen diese Beziehung?
«Ernst Mühlemann lernt ich vor vielen Jahrzehnten, wir waren beide zwischen 30 und 40 Jahre alt, kennen. Mühlemann war immer an Literatur interessiert; und er war vom regionalen Leben im Raum Bodensee begeistert. Diese beiden Aspekte mussten uns zusammenführen. Er war für mich besonders, weil er der erste Mensch in diesen regionalen Aktivitäten war, der reden konnte. Er konnte das Wort ergreifen und er hatte kein Problem mit dem nächsten und übernächsten Satz geistreich fortzufahren. Die Gedanken und Aussagen flossen ihm einfach zu, es war eine Freude ihm zuzuhören und ihn zu erleben. Das Entstehen der Sätze beim freien Reden, das waren für mich die ersten und einprägsamsten Eindrücke von ihm. Davon fühlte ich mich zu ihm hingezogen. Ich hatte einzigartige Erlebnisse mit ihm, wir haben uns gegenseitig gut verstanden. Dass so jemand dann einfach stirbt ist für mich unverständlich, damit werde ich mich nie abfinden können. Er fehlt.»
Was sagen Sie zum aktuellen
Weltgeschehen?
«Eigentlich finde ich die aktuelle weltpolitische Lage eher unbesorgter als zurzeit vom Kalten Krieg. USA und Sowjetunion hoch gerüstet gegeneinander, Blöcke des Misstrauens und der Feindseligkeit … - und dagegen sind wir jetzt im Frieden. Ich finde es sehr gerecht, dass durch die „Euro-Krise“ das Wirtschaftsgeschehen in unserer Nachrichtenwelt den ersten Platz einnimmt. Mich hat das Wirtschaftsgeschehen schon immer stark interessiert. Ich habe die Wirtschaftsteile in der Zeitung genau so aufmerksam gelesen wie das Feuilleton. Durch die aktuelle Entwicklung ist das zum Allgemein-Thema geworden. Darin sieht man wie leicht die Menschen durch Nachrichten leicht zu beeinflussen sind, dadurch auch panisch werden. Es gibt für mich keine Grenze der Solidarität mit einem Land wie Griechenland, welches nun zur Europäischen Gemeinschaft gehört.»
Martin Walser und das Verhältnis zur Schweiz: «Ein solcher Staat, der mit vier Sprachen so gut existiert, ist für ein globales Zeitalter exemplarisch. Wir können so viel lernen.»
Was denken Sie über die Schweiz?
«Ich habe immer eine grosse Neugierde gegenüber dem Schweizer Politiker Christoph Blocher gehabt. Was von Blocher in den Nachrichten sogar bis nach Deutschland herüber kam, hat mir imponiert. Ich habe dann schon gemerkt, dass ich bei gewissen Freunden anecke, wenn ich Blocher so gut finde. Das tut mir leid ... (Pause). Blocher hatte schon recht als er sagte: „Eine Wirtschaftsunion ohne eine fiskalische Gleichschaltung der Politik mittels Euro kann nicht funktionieren.“ Fehler kann man nur verbessern, wenn man Fehler gehabt hat. Jetzt kann man die Fehler korrigieren, nun erfolgen fiskalische Erneuerungen, an die man vor fünf Jahren nicht gedacht hat. Und die Schweiz … - zum Glück braucht man sich um die Schweiz keine Sorgen zu machen. Ein solcher Staat, der mit vier Sprachen so gut existiert, ist für ein globales Zeitalter exemplarisch. Wir können nur etwas lernen dabei.»
Vielen Dank für das Gespräch!
Zur Person: Martin Walser …
… wurde am 24. März 1927 in
Wasserburg geboren und lebt in Überlingen-Nussdorf am Bodensee. Er ist
verheiratet, Vater von vier Töchtern und einem ausserehelichen Sohn. Er
gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwart und durfte
zahlreiche Auszeichnungen entgegennehmen, so den Georg-Büchner-Preis und den
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Ausserdem konnte er den Orden «Pour
le Mérite» entgegen nehmen und wurde zum «Officier de l’Ordre des Arts et
des Lettres» ernannt. Wegen dem Roman «Jenseits der Liebe» (1976) wurde er
von Marcel Reich-Ranicki heftig kritisiert, was sich 2009 im Roman «Tod
eines Kritikers» niederschlug. Ein Kontakt zwischen den beiden Autoren kam
nie zustande.
Im März 2012 veröffentlicht der Corso-Verlag «Meine Lebensreisen», Auszüge von Reisen aus den bisher veröffentlichten Tagebüchern. Der Rowohlt-Verlag brachte soeben das Werk «Über Rechtfertigung, eine Versuchung» heraus und im September soll der Roman «Das 13. Kapitel» erscheinen. Im April 2012 kommt das Buch «Der organisierte Tod. Sterbehilfe und Selbstbestimmung – Pro und Contra» beim Orell Füssli Verlag auf den Markt, worin Walser einen Beitrag schrieb. Aus seiner Sicht könnte er sich den Tod mit Exit vorstellen wie er bereits 2011 im «Stern» berichtete.
Weitere Links:
www.rowohlt.de (Rowohlt hat diverse
ältere und neue Romane und Tagebücher
von Martin Walser im Sortiment!)
www.corso-willkommen.de (Corso-Verlag
«Meine Lebensreisen», Auszüge von
Reisen aus den bisher veröffentlichten Tagebüchern)
www.ofv.ch (Buchhinweis:
«Der
organisierte Tod. Sterbehilfe und Selbstbestimmung – Pro und Contra»
beim Orell Füssli Verlag)
Martin Walser auf «YouTube»
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Kulturonline fördert «Ärzte für die Dritte
Welt»:
Der Wiler Arzt Dr.
Christoph Niederberger berichtet über seinen Katastropheneinsatz nach dem
Taifun «Washi» in Cagayan de Oro/Philippinen
Vom
humanitären Einsatz zum Katastropheneinsatz
…
«Mitfühlen, aber nicht mitleiden». Dr. Christoph Niederberger (rechts) hörte sich ver-schiedene Erlebnisse und Krankheiten an. (c) Privatfotos: Dr. Christoph Niederberger
Eigentlich
sollte es für den St. Galler Allgemeinmediziner Dr. Christoph
Niederberger aus Wil ein «üblicher» humanitärer
Einsatz werden, doch dann zog der fürchterliche Taifun «Washi»
über die Philippinen. Der Sturm brachte Tod und Zerstörung, viele Verletzte
sowie zahlreiche Obdachlose. Im plötzlichen Katastropheneinsatz
erlebte Dr. Christoph Niederberger wie nah Freud und Leid sind.
Kulturonline.ch bringt ein Interview mit Dr.
Christoph Niederberger, er berichtet eindrücklich über sein
Wirken vor Ort und erlaubt einen Blick in seine Tagebuch-Eintragungen, dabei
ruft er die Schweizerinnen und Schweizer auf, dass sie «Ärzte für die Dritte
Welt» finanziell und moralisch unterstützen sollen.
Link zu «Ärzte in der Dritten Welt»
Weitere Berichte zum Taifun «Washi»
Informationen über die Philippinen
Herr Dr.
Niederberger wie haben Sie die letzten Monate in Ihrem Einsatz in Cagayan de
Oro in den Philippinen erlebt? Konnten Sie seinerzeit eigentlich Weihnachten
feiern?
Dr.
Christoph Niederberger: «Aus besinnlichen Weihnachten mit der Familie
wurde dieses Jahr nichts, da ich seit Mitte November 2011 im humanitären
Einsatz mit "Ärzte für die Dritte Welt" in Mindanao in den Philippinen
weilte. Damals, vor einer Woche wurde aus diesem Einsatz dann aber über
Nacht ein Katastropheneinsatz, da ich den Taifun "Washi" hier in Cagayan de
Oro hautnah miterlebte und nur 500 m vom Cagayan de Oro River entfernt
logierte, in welchem über 1’000 Leute in dieser Nacht umkamen und noch über
Tausend vermisst werden.
In den folgenden acht Tagen
haben wir, das heisst drei Mediziner von "Aerzte für die Dritte Welt", die
aktuell hier stationiert waren, Nothilfe für die Überlebenden in den
Evacuation Camps geleistet. Dies war zwar eine recht anspruchsvolle und be-lastende,
aber unendlich bereichernde, dankbare und mit unbeschreiblichen Ein-drücken
verbundene Tätigkeit. Nachdem was ich hier erlebt habe, dürfte es mir nicht
leicht fallen, mich wieder an die Tätigkeiten in der Schweiz zu gewöhnen.»
Sie haben ein Tagebuch
geführt. Bitte lassen Sie uns einen Blick in diese Schilderungen werfen …
Die Nachricht stammt vom 19.
Dezember 2011:
«Seit heute bin ich in einem
der Lager, die für die Überlebenden nach dem Taifun eingerichtet wurden,
welche ihr Hab und Gut, ihr Dach über dem Kopf und sehr häufig auch direkte
Angehörige verloren haben, eingesetzt. Wir haben dazu unsere bestehenden
"Rolling Clinics", eine perfekte medizinische Infrastruktur, mitge-bracht
und in Betrieb genommen. So können wir überall innerhalb von 15 Minuten nach
Ankunft am Einsatzort einen gut organisierten Praxisbetrieb aufrecht
halten.
Wenn man sieht, was hier
abgeht, so könnte man einfach nur weinen: Diese Leute hier konnten wirklich
nur ihr nacktes Leben retten und werden hier mit dem nötigsten versorgt. Sie
erhalten Kleider, täglich etwas Reis und Wasser. Wir haben ihnen heute
erstmals eine medizinische Versorgung angeboten. Da praktisch alle meine
Zerstörte Häuser ...
Weiter heisst es im
Tagebuch von Dr. Christoph
Niederberger …
«Ich habe heute von den 98
Patienten die ich sah, nicht jemanden klagen hören! So mit
Schicksalsschlägen umzugehen, diese hinzunehmen und einfach weiter eine
irgendwie optimistische Lebenshaltung zu bewahren, kann man – so glaube ich
– wirklich nur in asiatischen Ländern erleben. Selbst hier und heute hatte
ich das Gefühl, dass die Leute nicht unzufriedener oder unglücklicher sind,
als ich diese in der Regel zuhause erlebe. Das Hauptproblem wird nun
zunehmend die Wasserversorgung. Ein Grossteil der Einwohner von Cagayan –
immerhin 600'000 Menschen – hat noch immer kein fliessendes Wasser und man
geht davon aus, dass es noch mindestens einen Monat dauern wird, bis die
Wasserversorgung wieder zu funktionieren beginnen wird, da die grossen
Pumpen, die zur Ver-sorgung der Stadt das Wasser
hierhin pumpen, alle zerstört sind. Auch wir haben weder im Doctor's House
noch im Spital Wasser. Einzig die Leute, die über eine eigene
Grundwasserbohrung mit eigener Pumpe verfügen, haben noch fliessendes
Wasser. Für uns ist vorteilhaft, dass ein Nachbar einige Häuser weiter eine
solche Pumpe hat und allen Leuten (auch uns) unserer Strasse das Wasser
gratis zur Verfügung stellt.
Das Spital erhält auf
gleiche Weise das Wasser von der Xavier-Universität, wobei aber alles Wasser
in Kübeln herübergetragen werden muss! Für die Einwohner muss daneben alles
Wasser in Tankwagen herbei gefahren werden, wobei aber eigentlich nie jemand
weiss, wann wo Wasser geliefert wird. Dies ist aber natür-lich
nur "Brauchwasser" zum Waschen, also kein Trinkwasser. Dieses wird auch
immer schwieriger für die Leute zu bekommen, da der Preis für Trinkwasser
sich in den vergangenen drei Tagen prompt verdoppelt hat! Dies ist wirklich
die grösste Katastrophe, dass bereits wieder einige Leute ein gutes Geschäft
mit der Not der Flutopfer zu machen beginnen. Es war zwar streng, aber von
der ersten bis zur letzten Minute interessant, eindrücklich und bedrückend
zugleich.»
Der Tagebuch-Bericht vom
22. Dezember 2011. Die Fotos von Dr.
Christoph Niederberger sagen mehr als tausend Worte:
«Das Ausmass der Katastrophe
wird immer mehr ersichtlich und man kann kilo-meterweise
über leergefegten Grund oder auch Trümmerberge entlang dem Cagazan de
Oro-River gehen, auf welchem vor 5 Tagen noch Hütte an Huette oder Haus an
Haus standen. Gottlob ist nun alles schon recht gut organisiert und man
erhält vom Gesundheitsdepartement der Stadt täglich einen Einsatzplan, in
welches der 14 Evacuation-Centers von Cagayan de Oro die Ärzte gehen müssen.
Meist sind wir jetzt drei bis sechs Ärzte von verschiedenen Organisationen
und die Zusammenarbeit klappt hervorragend, auch hilft man sich gegenseitig
aus, wo man kann. Heute war ein etwas spezieller Einsatz, da wir zusammen
mit dem Roten Kreuz, einem philippinischen Arzt vom Gesundheitsdepartement
und einem muslimischen Arzt eines Rescue-Teams aus Manila erstmalig in
den einzigen muslimischen Stadtteil von Cagayan de Oro, nach Lower Balulang
gehen mussten. Wegen diesem leider seit Jahrzehnten andauernden Konfliktes
zwischen mus-limischen und christlichen Teilen von
Mindanao, kommt es ja immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Die Situation wurde vor Ort abgeklärt; und wir fuhren dann unter
Militärschutz zum Einsatzort. Bei jedem Arzt stand dauernd ein Soldat mit
geladener Waffe, der nicht von unserer Seite wich. Peter, ein weiterer Arzt
von „Ärzte für die Dritte Welt“ und ich wollten dann in der Mittags-pause
doch etwas von diesem Ort – oder zumindest was davon noch übrig ge-blieben
ist – besichtigen, doch sogleich sprangen uns wieder zwei Soldaten nach. Sie
blieben immer bei uns, sorgten für unseren Schutz. So konnten wir uns dann
doch ein Bild von diesem Stadtteil machen und mit vielen Leuten sprechen,
die auch hier immer wieder ihre Dankbarkeit ausdrückten, dass wir hier
seinen, sie medizinisch betreuten. Alle waren freundlich und offen. Es gab
sogar ein interes-santes Gespräch mit einem Lehrer
von einer Koranschule. Bei den Konsultationen musste man hingegen etwas
vorsichtiger sein und vor allem die Frauen immer fragen, ob es in Ordnung
sei, dass man zum Beispiel die Lunge abhören darf. Es kam schon auch mal
vor, dass sie dies nicht erlaubten.
Am frühen Nachmittag kam
dann ein muslimisches Ärzteteam, welches von der autonomen muslimischen
Regierung im Süden (es gibt hier auch einigermassen autonome muslimische
Gebiete im Osten und Südosten von Mindanao) hierher
Das grosse Elend von Cagayan de Oro in den Philippinen.
Medizinisch sieht man immer
vor allem viele Wunden, die zunehmend infiziert sind, und nun auch zunehmend
Durchfallerkrankungen, da die sanitären Anlagen weiterhin fehlen. Ich sah
heute auch noch mehrere tote Schweine und Hunde im Fluss treiben und keine
50 m weiter unten am Fluss wuschen sich die Leute selber, dann das Geschirr,
die Kleider...
Niemand beklagt sich, doch
es fehlt noch an so vielem Dingen, die Lebensbe-dingungen
sind eigentlich unmenschlich. Für sie geht das Leben einfach weiter, und sie
sind unendlich dankbar, dass man sie in ihrer Katastrophe nicht allein lässt
und versucht ihnen zu helfen (was ja bis vor wenigen Tagen für dieses Leute
kaum jemand machte, obwohl es ihnen auch schon sehr schlecht ging vor der
Überschwemmung.
So sind meine Tage mit
vielen unglaublichen Eindrücken angefüllt. Ich sehe es eigentlich als
riesiges Privileg und Geschenk an, jetzt hier arbeiten zu dürfen. Es ist
unendlich befriedigend, hier mit den einfachen Mitteln, die uns zur Ver-fügung
stehen, recht viel wirklich Sinnvolles machen zu können. Für die Spenden an
"Aerzte fuer die Dritte Welt" mit dem Vermerk "Unwetter Mindanao" sind wir
froh und dankbar. Sie werden am richtigen Ort und für die Direktbetroffenen
eingesetzt.
Projekte von «Ärzte in der Dritten Welt»
Grüsse aus Mindanao (wo es
seit heute Abend wieder heftig regnet …)
Link zum Einsatz von «Ärzte in der Dritten Welt» in Mindanao/Philippinen
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www.Kleinreport.ch berichtet ... - Links zu Auslandjournalisten
Rezepte für intelligenten freien Auslandjournalismus
Gibt es Bedarf für zusätzliche freie Auslandberichterstatter?
Müssen sich freie Journalisten im Ausland darauf einrichten,
dass sie kaum etwas verdienen? Sind sie «glücklich, aber arm»?
Unter diesem Motto berichteten vier Auslandreporter an der
Jahrestagung des Netzwerks Recherche in Hamburg über ihre
Arbeit. Roger Blum hat für den Klein Report protokolliert.
Was raten freie Auslandberichterstatter jenen, die ebenfalls
in diesem Feld aktiv werden möchten? Man sollte ein Land
oder eine Region auswählen, wo sich nicht schon Dutzende von
Korrespondenten tummeln, also eher das zentrale Afrika als Kairo,
eher Kalifornien als Washington, eher Madrid als Rom. Man sollte
die dort gesprochene Sprache beherrschen. Und man sollte sich
für eine Gegend entscheiden, wo die Lebenskosten günstiger sind
als in Deutschland (oder in der Schweiz), also eher Taiwan als
Japan, eher Istanbul als London.
Die Runde in Hamburg zeigte, dass Auslandjournalisten durchaus
Abnehmer finden und ein gutes Einkommen erreichen, wenn sie gut
recherchieren und ihre Beiträge fantasievoll verwerten. Simone
Schlindwein (
http://simoneschlindwein.blogspot.com) arbeitetfür die taz («Die Tageszeitung») in Berlin und berichtet über
afrikanische Länder wie Kongo, Uganda, Ruanda oder Burundi. Sie
hat dort recherchiert, dass die mit Kindersoldaten aufgefüllte
kongolesische Rebellenarmee durch einen Chef von Deutschland aus
geführt wird. Mittlerweile stehe dieser Chef in Stuttgart vor
Gericht, berichtete sie. Ihre Recherchen zu diesem Thema konnte
sie in über 100 Beiträgen unterbringen.
Gemeinsame Schnittstelle
Markus Böhnisch
www.boehnisch.de hat als Kunden dieFernsehsender n-tv, «Deutsche Welle» und das Schweizer
Fernsehen. Da diese Sender eine geringe gemeinsame Schnittmenge
haben, könne er seine Beiträge problemlos mehrfach verwerten,
erzählte er. Er berichte vor allem über Spanien, aber auch
über Portugal oder Chile. Gerade die Reportagen über die
Rettung der chilenischen Bergleute seien sehr begehrt gewesen.
Klaus Bardenhagen
www.taiwanreport.de berichtet für Fernsehen,Radio, Print und Online und sitzt in der taiwanischen Hauptstadt
Taipeh. Charlotte Noblet schliesslich ist eine französische
Journalistin, die aus Deutschland berichtet, aber nicht nur für
französische Medien, sondern auch für deutsche. Sie hat bei
verschiedenen Zeitungen einen Blog. Noblet machte darauf
aufmerksam, dass Medienschaffende nicht in allen Ländern so
schlecht gehalten seien wie in Deutschland: In Frankreich
gelten auch Freie als «festangestellt»: Sie erhalten einen
Mindestlohn, ein 13. Gehalt, Urlaubsgeld, Sozialbeiträge, und
sind gegen Arbeitslosigkeit versichert. Im Übrigen müsse man
die Honorare mit den Abnehmern einfach aushandeln, dies gelte
gerade auch für Blogs, empfahl sie.
Kurzum: Die Runde der Auslandjournalisten bot interessante
Einblicke - und einen gemeinsamen Widerspruch: Das Motto des
Panels «Glücklich, aber arm?» galt für sie nicht.
Quelle: www.kleinreport.ch
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Rettung der Überlebenden. Ein Personentransporter fuhr bei der Übung in einen Zug.
(c) Fotos: ROPO/MuA
Hochqualifizierte Rettungskräfte übten die Zusammen-arbeit für den Ernstfall bei Affeltrangen im Thurgau
Unter dem Titel «Pomona» führte der Kantonale Führungsstab am Dienstag-abend, 7. September 2010, im Raum Affeltrangen eine Grossübung durch. Die Einsatzübung hatte zum Ziel, die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Sanität, Rettungsdiensten, Care-Team und privaten Organisationen bei einem grösseren Unfall zu trainieren.
Care-Team hilft. Während der Rettung und den Aufräumarbeiten wurden bei der Übung auch die alamierten Verwandten der Opfer betreut.
Um 19.33 Uhr löst der Lokführer eines Thurbo-Zuges auf der Strecke Tobel-Affeltrangen – Weinfelden Alarm aus: Am Bahnübergang Erikon habe ein Kleinbus die Schranke durchbrochen und sei mit seinem Zug kollidiert. Er sehe im Kleinbus verletzte Personen. Auch in seinem Zug seien viele der zwanzig Passagiere verletzt. Die Ereignismeldung wird von der Betriebszentrale der SBB (DOSGA) an die Kantonale Notrufzentrale weitergemeldet, die sofort Feuerwehr, Polizei, Sanität, und Ambulanzen aufbietet.
Als erste Blaulichtorganisation ...
... trifft ein Polizeifahrzeug auf dem Schadenplatz ein. Bald darauf ist die Feuerwehr vor Ort und beginnt mit der Sicherung der Unfallstelle. Weitere Rettungskräfte treffen ein und beginnen mit der Arbeit: Feuerwehrleute bergen verletzte und eingeklemmte Personen aus dem vollständig demolierten Bus und aus dem Zug, das Care-Team kümmert sich um schockierte und verwirrte Personen auf dem Unfallgelände, Rettungssanitäter transportieren Verletzte zu den Sanitätszelten, die SBB sichert den Bahnbetrieb und organisiert Ersatzbusse, die Polizei koordiniert den Einsatz aller Rettungskräfte.
Übungsabbruch gegen 22 Uhr
Gegen 22 Uhr bricht Übungsleiter Niklaus Stähli, Stabschef des kantonalen Führungsstabes, die Übung «Pomona» ab. Sein erstes Fazit: «Der Aufwand für diese Übung hat sich gelohnt.» Kantonspolizei-Kommandant Hans Baltensperger lobt die Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen: «Sie haben in den einzelnen Bereichen sofort reagiert und eine richtige Lagebeurteilung gemacht.» Bei dieser Übung habe es einige Stolpersteine gehabt, die sehr gut bewältig worden seien. «Wir werden auch den einen oder anderen Punkt finden, den wir noch verbessern können», erklärt Niklaus Stähli. Eine solche Übung sei für alle Beteiligten wertvoll, um im Ernstfall richtig zu handeln.
Die Polizei im Dauereinsatz. Und für das beübte Grossereignis wurden auch Notfallzelte aufgestellt. Ärzte, Sanitäter und weiteres Hilfspersonal betreuten die Verletzten.
Zusatzinformationen über Care Team Thurgau
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Ein schöner Flug unweit der Schweizer Alpen - einfach mal kurz der Sonne entgegen ...
Hier geht es zur Filmsequenz: kulturonline/varia/KOMOV01463.MPG
Blick zum Alpsteingebirge (Säntis und Churfirsten).
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Hier wuchs Napoleon III. auf
... - und was viele nicht wissen, er war wichtig für die Öffnung von der
Heilquelle in Lourdes/F. Das Schloss Arenenberg ist ein wertvolles Symbol
für das vielseitige Kultur-schaffen im Kanton Thurgau. (c) Foto: ROPO/MuA
Das überarbeitete Kulturkonzept 2012 für den Kanton Thurgau: Qualität und Vielfalt fördern!
www.kulturamt.tg.ch
www.tgkulturagenda.ch/
www.thurgau-tourismus.ch/de/navpage-CultureTG.html
de.wikipedia.org/wiki/Arenenberg
Humor ist, wenn man trotzdem lacht...

Lachen ist die schönste Art, die Zähne zu zeigen.
Links zu Witz-Plattformen
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